Montag, 21. Mai 2018

Kauft nicht beim Antisemiten? Oder - wie viel inländischen oder zugewanderten Antisemitismus können wir eigentlich noch in Deutschland dulden?


Kritisiert man die kruden, mitunter antisemitischen, Thesen des Künstlers Olu Oguibe - z.B. seine Parteinahme für die aufständischen Palästinenser - auch nur ansatzweise, blockiert er einen sofort. 

Dieser in Amerika lebende Künstler möchte sein Documenta-Kunstwerk der Stadt Kassel für 600.000 Euro vermachen, die derzeit einige Bürgers zu sammeln bemüht sind. 

Das Geld wäre in der direkten Unterstützung von Flüchtlingen und Obdachlosen viel besser investiert, anstatt in einen Obelisken mit einem (im Kontext) sinnentleerten, moralischen Spruch aus dem christlichen Neuen Testament.


Seit Monaten wird in Kassel darüber diskutiert ob ein Obelisk des Künstlers Olu Oguibe nach der Documenta in der Stadt verbleiben soll oder nicht! Es geht um Heimat, Herberge, "Aufgenommen werden", es geht im Werte, es geht um vieles.

Daher stellt sich wohl für viele auch inzwischen die beliebte Frage: Ist das eigentlich Kunst oder kann das weg?

Zunächst klingt die Botschaft, die der Obelisk trägt, einmal sehr wundervoll und basiert auf einen wirklich sehr schönen Bibel-Zitat:

"Ich war ein Fremdling und ihr habt mich beherbergt"
(andere Übersetzungen: "Ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen" / "Ich war ein Fremder und ihr habt mich beheimatet")
 Matthäus Evangelium

Ähnliches Foto

Das ist aber nicht nur - gerade in Deutschland - ein religiöses Zitat, sondern auch ein Politisches, denn in aller Welt spricht man über die sog. "Flüchtlingskrise in Europa" und den vermeintlichen Beitrag unserer Kanzlerin Angela Merkel  dazu. Aber auch die Frage "Fühlen sich jüdische Menschen eigentlich hier auch wirklich zu Hause oder eher in Israel?" ist immer wieder Thema von Debatten in den sozialen Netzwerken oder in TV-Sendungen, die sich auch der Frage des innerislamischen Antisemitismus widmen und der Frage, wie "die Deutschen" dazu heute eigentlich stehen. Wessen Heimat sind wir? Was will unser "Heimatminister" und was wollen die Anti-Deutschen, wo sind die denn so zu Hause? Mit diesen Themen sind wir doch permanent konfrontiert, auch und gerade nach dieser irsinngen Echo-Verleihung. 

Wenn sich also ein Künstler dieses Themas in Deutschland annimmt, dann tut er das wohl auch sehr bewusst!

Als ich gelesen habe, dass irgendein seltsamer AFD-Politiker gegen diesen Obelisken war, was mir  unsympathisch und rassistisch motiviert erschien, habe ich mich vor einem Jahr mit Olu Oguibe auf Facebook angefreundet, um herauszufinden was hinter dieser Botschaft steckt und was dieser Künstler so für eine Ethik vertritt, eigentlich in der Annahme mich mit diesem Menschen eher zu solidarisieren.

Kunst und Christentum.


In der aktuellen Berliner Kunstszene kann man  definitiv einen Trend feststellen: Wenn irgendetwas als "uncool" angesehen wird, dann ist es "Christ" zu sein. "Kritik am Christentum" gehört zum guten Ton und gilt aus aufgeklärt und reaktionär! Atheismus hat Hochkonjunktur, die Pro-Palestine-Bewegung gilt als besonders links und "rebellisch" gegen den achso bösen Zionismus, Verschwörungstheorien aller Art sind en vogue. Daher ist so ein Statement in vielfacher Hinsicht interessant und macht neugierig! Ich bin selbst übrigens nicht getauft, mein Vater ist Atheist. Das was ich nun schreibe soll kein Plädoyer fürs Christentum sein, ich möchte aber mal mit einigen grundsätzlichen Ressentiments aufräumen, die nicht nur Oguibe verbreitet und die ich nicht zum ersten Mal gehört habe. 

Das Thema Heimat.


Ich wusste bis dahin nicht, dass Herr Oguibe gar nicht in Deutschland lebt und war davon ausgegangen, dass er vielleicht selbst ein Flüchtling sei und nun in Deutschland beheimatet ist. Ich freute mich, dass ein Kunstschaffender hier nun sicher leben kann und tatsächlich einen interessanten Beitrag zu unserer Kultur liefert! 
Oft wird Flüchtlingen ja von Rechten vorgeworfen, sie würden unsere Kultur eigentlich verachten. Das mag in dokumentierbaren Fällen - gerade aus dem Lager der Erdogan-Anhänger -  sogar wirklich so sein, allerdings habe ich viele Freunde aus z.B. dem Iran, die heilfroh sind in ihrer neuen Heimat Deutschland so frei zu leben, wie es Ihnen im Iran nicht möglich war. Sie sind hier bestens integriert und ich bin froh, dass sie hier sind. 

Für diesen Fall, dass Oguibe selbst Flüchtling ist,   käme der Obelisk beispielsweise einer Danksagung an Deutschland gleich, dafür, dass er eine sehr gefährliche Region im Norden Nigerias verlassen konnte, um nun hier zu leben und sich frei zu entfalten zu können. Diese  Freude kenne ich nämlich aus den Erzählungen von Freunden, die aus Jos hierher kamen und deren Haus von Boko Haram zerstört wurde.  Das war schon mal nicht der Fall, denn der Mann lebt ja in USA.

Das Thema Christentum und die Beziehung des Künstlers zu dieser Religion.

Dann, so dachte ich, ist er eben sehr christlich orientiert und hat gerade deswegen dieses Zitat ausgewählt, weil er sich damit besonders gut identifizieren kann. Aber auch das war nicht der Fall, denn Oguibe ist eher so eine Art Atheist und er schreibt gerne sehr kritische, auch vorwurfsvolle Dinge, über Igbo-Christen (die übrigens zunehmend Opfer islamistischer Fulanis werden, die diese brutal umbringen) auf der eigenen, privaten Seite. 

Ich habe selbst intellektuelle schwarze Freunde in Lagos, die dort u.A. fürs Radio arbeiten, und vermuten, dass die Fulanis die Igbo-Christen mit gezielter Unterstützung der Regierung, die diese mit Waffen versorgt, angreifen.

Oguibe stellt das Problem der Igbos eher einseitig da. 


In der Tat gab es 2007 Berichte, dass einzelne Pentecostal Christians (Pfingstbewegung) alte afrikanische "heidnische" Kultgegenstände zerstört haben, ähnlich vielleicht  wie "die Chinesen"  Buddhistische Heiligtümer in  Tibet oder Taliban in Kaschmir oder Al Quaida in Burma oder ehedem Atheisten in Albanien Kirchen vernichtet haben usw. usw. usw. 

Die Pfingstbewegung war jedoch für viele Christen von Anfang an interessant, weil schwarze und weiße Christen völlig gleichberechtigt behandelt wurden. Heute zählen sie zu den, in Afrika am meisten verfolgten Christen, und erfreuen sich dennoch wachsendem Zulaufs in Nigeria, was aus dem Norden des Landes mit Argwohn betrachtet wird. Sie unterstützen Israel und werden "Zionistische Christen" genannt. Außerdem sehen sich viele Igbos in neuerer Zeit durch die Infos, die sie aus sozialen Netzwerken über das Zionismus und das Judentum erhalten haben, selbst als Juden an und hoffen in Israel aufgenommen zu werden. Dafür bekamen viele bereits Unterstützung aus Israel und den USA. In Biafra gibt es zahllose zionistische Igbos, wie das Biafra Zionist Movement oder die Igbo Benei-Yisrael Association of Nigeriadie, wie die Igbo-Christen, immer wieder Opfer jihadistischer Gruppierungen wurden.

Dass Jesus das wahllose Zerstören nicht-christlicher Odinani Kunst für befürwortenswert befunden hätte, glaube ich nicht. Menschen verstehen die Botschaften ihrer geistigen Führer übrigens häufig nicht. Viele tun Grausames, trotz einer anderen Botschaft. Glaubensanhänger anderer religiöser Konstrukte wiederum sind friedlich, obwohl ihre Ideologie von einem unfriedlichen "Helden" geprägt wurde! Viele Atheisten handeln ethisch, ohne sich an jemandem zu orientieren, der überirdische Fähigkeiten gehabt haben soll. Andere hingegen denken sich "Wo keine 'höhere Instanz' waltet, kann ich eben doch tun und lassen was ICH will, wer soll mich denn bestrafen, wenn mich keiner erwischt?!"

Eine aufgeklärte Haltung?

Neuerdings wird aber nicht nur in der Kunstszene, sondern auch seitens rechtsesoterischer "Odin statt Jesus" - Aktivisten verbreitet, dass "das Christentum" sich nur gewalttätig ausgebreitet hätte und wahllos erst mal alles zerstört hätte, was heidnisch gewesen ist - was völlig unwahr ist. Am allerhäufigsten eskalierten durch Misstrauen und Angst - auf beiden Seiten - Meinungsverschiedenheiten blutig.  

Die ersten (arianischen) Christen kamen nicht erobernd und vernichtend als Kreuzritter zu uns, sondern  im Zuge der Christenverfolgung über die römischen Handelswege nach Augsburg und haben dort von der - für diese Zeit wirklich revolutionären Idee - nach Jesus die Liebe als Maxime des Handelns zu verstehen, berichtet. Die damaligen, in unsere Gefilden lebenden "Heiden", waren keinesfalls friedlich, verbrannten ebenfalls Hexen und hatten gar keine besondere Ethik im Sinn. Mit "Liebe" hatten die auch nichts am Hut. Das kann ich so sagen, ohne selbst getauft zu sein und "meine Kirche" verteidigen zu wollen. Das ist einfach ein Fakt! 

Heimatliche Kulte.

Vielleicht sollte man durchaus noch erwähnen, - bevor man - wie Oguibe verbreitet, dass "die bösen Christen einfach Kunstwerke zerstören" - dass sich Christen in Nigeria für Kinder einsetzen, die von uralten achso friedlichen "heidnischen" Kulten als "Böse Kinder" (genannt Ogbanje) angesehen und einem Odinani "Gott" namens Otauchi/Ogauchi geopfert werden. Das rituelle Töten von Zwillingen gehört ebenfalls zu diesem Kult  wie das Opfern kleiner Jungen. Wird ein Kind als "Evil Spirit" "erkannt" (was man anhand div. körperlicher Merkmale festmacht), muss es getötet werden.   Darüber, dass man das versucht zu unterbinden, sind die Odinani-Anhänger keinesfalls begeistert und stilisieren sich als Opfer  fremden Einwirkens in ihre Vorstellungen. In der  Presse wird das dann so wiedergegeben, als würden hier "schöne Traditionen" durch die bösen Christen zerstört.

So gehen aber nicht vornehmlich "Pentecostal" Igbo Christen gegen diese bizarren Kulte vor, wie u.A. Oguibe behauptet, sondern neben Menschenrechtsorganisationen auch Staat und die Polizei, die deren mitunter grausame Praktiken ebenfalls verurteilen. In den "Shrines" befinden sich zum Teil hunderte von Skeletten, die anscheinend von den Opfern bizarrer Totenkulte rühren. 

Wenn man also einfach mal solche irreführenden Behauptungen auf Facebook setzt wie Olu Oguibe, schürt man damit Ressentiments gegen Christen und Juden und das dient keinesfalls der Aufklärung! Noch dazu, wenn diese von emotional aufgewiegelten Personen voller Entrüstung weiter geteilt werden... 

Heimat der Christen und Juden.

Das Christentum war bereits im 4. Jhdt. nach Christus - ganz ohne europäische Missionare und "Kolonialmächte" - Staatsreligion in Äthiopien und die europäischen Missionare selbst kamen erst 1100 Jahre später und lange nach den Muslimen, die schon seit dem 7 Jdht. afrikanische Gebiete eroberten und islamisierten. Äthiopien wurde allerdings vom Propheten Muhammed persönlich noch zu Lebzeiten vom Jihad ausgenommen, weil äthiopische Christen ihm Unterschlupf gewährten als die Verehrer des Gottes "Hubal" ihn verfolgten. Vor den christlichen Nubieren hatte man zuerst Angst, denn sie waren sehr gute Bogenschützen, doch bald siedelten sich arabische Händler an und exportierten ab dem 10. Jhdt christliche nubische Sklaven in ihre Heimatländer.  Die Kreuzzüge gab es erst seit 1095 und wurden von Papst Urban nach eingehender Beratung genehmigt, um sich selbst zu verteidigen. Auf dem entsprechenden Konzil wurde lange verhandelt, ob das mit Jesus Lehre in Einklang zu bringen sei, was keineswegs heißen soll, dass nicht andere Päpste im Laufe der Geschichte völlig falsche und unchristliche Entscheidungen getroffen haben.

So sind die Christen in Afrika, und das sollte man vielleicht auch erwähnen, selbst von Anbeginn bis heute Verfolgung ausgesetzt, weil ihr Glaube an Jesus nun mal auch nicht jedermann gefällt und von diversen afrozentischen Bewegungen als "Verrat an der wahren afrikanischen Kultur" angesehen wird. Inzwischen kann man den Zustand in Äthiopien eher als Fiasko bezeichnen. 

Heimat der Obelisken.

Afrozentristen, die sich als Nachfolger der alten Ägypter verstehen, und zu denen ich später noch komme, hassen das "weiße" Christentum/Judentum! Sie erachten es für "von den weißen Kolonialherren als Irrlehre eingeschleppt", während wieder andere  afrikanische schwarze Christen, Aufklärer, Aktivisten dagegenhalten, dass europäische Christen sie im Zuge eines christlichen Abolitionismus, basierend auf der Lehre von Jesus,  vor dem islamischen Sklavenhandel errettet haben, was im sog. Araberaufstand in Ostafrika eskalierte. Was Israel aka Zion betrifft glauben sie zudem häufig, neben den  Rastafari, die darüber aber friedlich singen,  dass es sich in Äthiopien befunden hat und nicht in der Gegend um Jerusalem. Insofern lehnen auch sie das heutige  Israel  entschieden ab. 

Warum eigentlich eine christliche Botschaft ausgerechnet auf einem Obelisk? 

Nun, in der afrozentischen Leere spielt der Obelisk eine zentrale bedeutungsvolle Rolle! Das Symbol für den ägyptischen Sonnengott RA sind der Obelisk und die Sonnenstrahlen! Das Kreuz der heutigen Christen ist nach Auffassung einiger afrozentrischer Dogmatiker von dem isis'schen Ankh Symbol übernommen worden, wie sie in zahllosen Blogs behaupten. Auch Musiker Sun Ra setzte biblische Sprüche "ins Licht" afrozentisch-ägyptologischer Lehren. 

Lange hat uns dieses Denken in unserer Heimat Europa überhaupt nicht betroffen. Mittlerweile ist es allerdings auch hier angekommen und sorgt für Kontroversen in der "Black Community".  Immer wieder stellt sich im amerikanischen Kontext der Debatte um Ägypten und der Faszination für die Hochkultur  Ägyptens die Frage nach der eigentlichen Hautfarbe der Ägypter. Hier, in Deutschland, waren die Ägypter einfach Ägypter - das Thema "schwarz" oder "weiß" wurde hier nie diskutiert. 

Aus meiner eigenen Erfahrung durch eine Beziehung mit einem Afro-Amerikaner, der Afrozentrismus ablehnt, bin ich damit selbst schon mehrfach damit in Kontakt gekommen, denn nicht alle Schwarzen sind begeistert, wenn ein Schwarzer mit einer Weißen liiert ist. So kommt von radikalen afrozentrischen antisemitischen Lagern, Netzwerken, FB-Seiten, Pinterest/Twitter/Instagram-Accounts, Blogs, Youtubern auch immer sowas hier:

 
tfab-ra-loves-me-and-hates-you-master Ã„hnliches Foto


Millitante  Jesus-Feinde gibt es nach wie vor und nicht nur in Afrika. Moderner Afrozentrismus ist nur eine Ausprägung davon.
Kirchen werden verbrannt, Menschen ermordet und vieles mehr! Boko Haram gilt 2018 nicht mehr als größte Bedrohung für afrikanische Christen, sondern bewaffnete millitante Fulanis, die selbst keiner modernen und aufgeklärten Ideologie anhängen und die den inneren Frieden stark gefährden. 

Aus Nigeria stammend müsste man eigentlich wissen, dass der nigerianische Süden jedoch - im Gegensatz zum Norden, in dem  offiziell die Scharia das Rechtssystem beherrscht - weitaus sicherer, moderner und wirtschaftlich ertragreicher ist. Banana Island bei Lagos ist von Miami Beach kaum zu unterscheiden! Hier gibt es tolle Schulen und gute Ausbildungschancen.

Ein Atheist zitiert die Bibel. Warum?

Wenn er also selbst Atheist ist, aber so ein Zitat auswählt, für ein Kunstwerk auf einer Ausstellung in Deutschland, dann scheint er uns Deutsche wohl ermahnen zu wollen, uns unserer christlichen Werte zu besinnen und Geflüchtete hier aufzunehmen! Okay! 

Aber warum sagt er das nicht in eigenen Worten? Warum lehnt er auf der einen Seite das Christentum ab, benutzt aber so einen Satz um Christen zu "ermahnen"?


Wie gehen eigentlich Staaten mit Staatsatheismus mit Flüchtlingen so um und womit könnte man denen mit erhobenem Zeigefinger "ihre" ethischen Grundprinzipien ins Gedächtnis rufen? Wie ergeht es Schwarzen in Liberia, die aus der Nicht-Wahl-Heimat ihrer Ahnen Amerika wieder nach Liberia zurückgekommen sind und dort - wie sie oft berichten - auch keine wirklich Heimat und Gleichberechtigung finden können?

So weit, so gut. All das störte mich noch nicht endgültig. Künstler haben immer so ihre eigene Agenda und leben in einer ganz eigenen Welt, die man manchmal auch gar nicht nachvollziehen kann!

Keine brotlose Kunst, bitte!

Was aber m.E. die Botschaft ad absurdum führte war folgendes:
Eine durchaus hohe Summe wurde aufgerufen, damit der Obelisk, so wie einige Bürger und eine christl. Organisation sich das wünschten, in Kassel verbleiben kann.

Nach Verhandlungen einigte man sich dann auf mittlerweile 600.000 Euro, die durch Spenden zusammengetragen werden sollten. "Als Künstler muss man schließlich auch von was leben".
Ja, das muss man durchaus und ich bewundere wenn Menschen Geschäftstüchtigkeit und ethisches künstlerisches Schaffen in Einklang bringen, im Sinne eines "schaffenden" Kapitals, nicht eines "raffenden", einen Unterschied den viele nicht kennen! Ich finde es richtig, wenn jemand, der die Welt mit etwas mehr Kreativität und Orginalität bereichert, auch sehr sehr gut davon leben kann und ein schönes, sorglose Leben hat! 

Aber im Kontext mit einer bewusst christlichen Botschaft und einer ethisch/politisch "anspruchsvollen" Aussage ist vielleicht Geld nicht mehr das einzig Entscheidende. 

Außer, man möchte seine Oldtimer-Sammlung um weitere Modelle ergänzen, so wie Oguibe das vorhat. Auch das ist nichts Verwerfliches. Aber es passt dennoch nicht zu exakt dieser Botschaft. 


Kann er nichts etwas anderes aus seinem Gesamtwerk sündhaft teuer an den Mann bringen? Für mich ist es völlig absurd, dass Christen - so sehr ich ihre Freude über die Botschaft verstehen kann -  nun mittlerweile 120.000 Euro aus Spenden zusammensammeln konnten, die nun vielleicht an jemanden gehen, der sowieso genug zu Essen hat, während ich es eher als Christenpflicht sähe so viel Geld in Hilfsbedürftige zu investieren. Wir haben genug Obdachlose! Zu der gewünschten Summe ist es bis April 2018 nicht gekommen. Nun steht die Frage um Raum: Gibt er sich damit zufrieden, oder kann man von irgendwoher noch mehr Geld sammeln?

Der Abtransport des Obelisken würde auch Geld kosten.  Geld, dass auch aufzubringen ist. Und wohin dann damit? Nach USA? Nach Nigeria? In irgendeine Garage, schön zusammengefaltet?

Antisemitismus hat viele Gesichter.

Noch einmal: Dieser Obelisk steht in Deutschland. Ein Land in dem u.A. der Holocaust an jüdischen Menschen statt fand, die sich hier auch nicht nur damit fremd fühlten, sondern auch in der eigenen Heimat verfolgt wurden. Sie landeten schließlich in Israel. Auch dort waren sie fremd, wurden wie Fremde behandelt und erneut bekämpt.

"Ich war ein Fremdling und ihr habt mich beheimatet/aufgenommen/beherbergt" - besser könnte man das Lebensgefühl viele jüdischer Menschen auf der Welt, damals wie heute, gar nicht beschreiben!

Man kann über Israel heute denken, was man möchte, aber am Ende des Tages bleibt meine Haltung: Wenn es 57 islamische Staaten auf der Welt geben darf, dann darf es auch ein jüdisches Land geben. Auch wenn einige Juden das sogar selbst anders sehen, weil sie denken, dass die Bibel sagt, dass man als Jude überall leben soll - finde ich jedoch, dass an dem Wunsch vieler anderer Juden einer wirklichen Heimat überhaupt nichts falsch ist.  Eine Heimat ist ein sicherer Ort an dem ich mich geborgen und beschützt fühle!

Was mir dann aber - auch und gerade im Kontext der Botschaft, des Verweises auf christliche Werte aus dem Munde eines Atheisten usw. befremdlich (sic!) vorkommt ist folgende Reaktion von Olu Oguibe
(Die Haltung an sich ist ja noch verständlich, denn wer freut sich schon über das Leid von Palästinensern oder darüber, wenn Kinder getötet werden):


   

Aber WIE kann man dann wirklich selbst - ist mir so ergangen - zu den "Aussortierten" gehören, wenn man auf solche Beiträge so antwortet:


Ich stimmte schlichtweg nur nicht uneingeschränkt zu, denn m.E. leiden auch israelische Kinder unter der Lage, nicht nur palästinensische. Und die Kinder in Palästina leiden unter dem Hass, seelisch, psychisch, insbesondere auch deswegen, nicht nur weil sie - seitens der Hamas - im Kinderfernsehen vermittelt bekommen, dass Mickey Mousse nun ein Jihadist ist, der Juden hasst, und lobenswerterweise im Jihad gegen sie als Märtyrer umkommt, nein, weil Hamas-treue Eltern sowas tun:



Ich wünsche mir wirklich auch eine Welt ohne Millitär und Waffen, aber wie können wir das möglich machen, wenn Menschen mit so einem Killerinstinkt auf andere losgehen? Was soll aus kleinen Wesen werden, die zum Jihad erzogen werden und den Judenhass schon mit der Muttermilch aufsaugen? Was bedeutet das Trauma von den Eltern in den Tod geschickt zu werden für Überlebende, was richtet das mit ihrer Seele, ihrer Psyche an - was werden aus diesen Kindern für Erwachsene? 




Uneingeschränkte Solidarität mit Palästina?

Inzwischen kann niemand mehr verleugnen, dass es sich - erneut - nicht um friedliche Demonstranten an der Grenze zu Israel handelte, sondern dass das ein von der Hamas organisierter Mob aus Terroristen war, die den Tod jüdischer Menschen wollten. Man kann von Glück sprechen, dass das IDF das verhindern konnte. Diese "Demonstranten" müssen ihre Kinder nicht  mitnehmen, aber sie tun es bewusst und strategisch und das ist ein Vorwurf, den man diesen Menschen machen muss! Wie lassen "die Juden" ihre Kinder auf solche Attentate reagieren? Auch mit Hass? Nein, mit Spiritualität und kabbalistischer Philosophie und Erkenntnis! Indem sie Liebes-Drachen zurückschicken zu den Kindern in Palästina! Diese Kinder möchten eine sinnvolle Zwei-Staaten-Lösung keine Gegengewalt!

Was ich überhaupt nicht angemessen finde ist, wenn Oguibe keine andere Haltung als die eigene duldet und wirklich jeden sofort blockiert, der ihm nicht uneingeschränkt zustimmt. "Wer nicht meiner Meinung ist, der ist für ich gestorben, egal wie gut und lange wir uns kennen" - eine radikale, intolerante und reichlich unchristliche Haltung!

Für mich ist die achso "christliche Botschaft" des Obelisken komplett ad absurdum geführt, wenn sie von einem Menschen kommt, der offensichtlich antisemitische und antichristliche Ansichten vertritt, keine Meinung als die eigene duldet und Menschen nach dogmatischen Kriterien einteilt.
Natürlich, wie gesagt, freut sich kein Mensch darüber, dass in Palästina Menschen Opfer dieser Politik und Geschichte werden/wurden - aber es bringt auch keine Deeskalation, wenn man den einen die Heimat abspricht, den anderen erlaubt einen blutigen Kampf ohne das geringste ethische Grundprinzip und auf Kosten der eigenen Kinder zu führen.


Wenn man in Deutschland ein politisches Statement in Form eines Kunstwerkes abgibt hat man nicht nur eine Verantwortung dafür, was man da von sich gibt, dann sollte man schon zusehen, dass man das, was man von anderen fordert damit, auch selbst lebt, sonst ist es keine Kunst, sondern eine Farce!


Irrsinnige Spielarten antisemitischer Gesinnung.

Ich lehne neben allen anderen radikalen, die  rassistischen afrozentischen Ideen über Israel ab, die immer wieder einen bizarren Kontext zur Geschichte Ägyptens mit ihren abstrusen Melanin-Theorien herstellen! Demnach steht "den Juden" Israel aus verschiedenen fanatisch-rassistischen Vorstellungen nicht zu! Rassistische Organisationen wie die NOI unter Führung von Luis Farrakahn oder Brother Ben X versuchen "den Juden" den Sklavenhandel unterzuschieben und führen das auch auf den böse-machenden "Melaninmangel der falschen Juden"* zurück - denn die "Real Jews" waren ja Menschen mit Melanin. Je weniger Melanin, umso weniger ein Kind Gottes, denn einzig Melanin, das glauben sie, ist göttlich!

In Israel leben aber nicht nur weiße Juden, sondern auch die sog. Falascha oder Beta Israel, die von der israelischen Regierung aus Äthiopien nach Israel geholt wurden, um dort gemeinsam mit den anderen Juden zu leben. 

Immer wieder gibt es Bestrebungen von NOI-Afrozentristen (auch in den sozialen Netzwerken) die schwarzen Juden in Israel gegen die "bösen weißen Zionisten" aufzubringen anstatt an einem versöhnlichen Miteinander mitzuwirken. Dem gegenüber steht auch das "Black Hebrew Israelites Movement"
Die Mitglieder halten sich für die "wahren Juden" und das heutige Judentum für eine, von Weißen pervertierte Form ägyptischer Mythen, werden aber von Israel - im Gegensatz zu den Beta Israel/Falasha - nicht immer  anerkannt, weswegen sie sich unterdrückt fühlen und behaupteten Israel sei ein "State of White Supremacy", während sie selbst "Black Supremacy" vertreten. Hier eine ihrer zahllosen Web-Auftritte und Blogs

Dank ihrer Einstellungen gegenüber Weißen ist es aber auch wirklich schwer sie  in Israel zu integrieren, im Gegensatz zu den nicht-rassistischen Äthiopiern. Ganz übel dazu sind zahlreiche Blogs wie dieser. Meine schwarzen Freunde distanzieren sich  vehement von solchem Gedankengut!



Bildergebnis für "Black Hebrew Israelites" Melanin


Dass die "Black Hebrews Israelites of Jerusalem" in Israel aufgrund ihrer Rassentheorien mit Skepsis betrachtet  werden, ist vollkommen nachvollziehbar und macht Israel damit noch lange nicht zu einem Apartheids-Staat, wie immer wieder von "Nieder mit Israel" - Fanatikern behauptet wird. Auch die Bewegung "Black Lives Matter" stellt sich immer wieder auf die Seite von  Leute, die "Caucasians" als "melanin-deficient Edomites" ansehen. Mit Sicherheit gibt es - auch in Israel, wie in Deutschland, Amerika, Afrika, und überall auf der Welt Rassisten. Die wird es leider immer überall geben, solange Menschen nicht verstehen, dass wir mit so einem Denken überhaupt nicht weiter kommen.  Ich persönlich kenne einige Schwarze, die ganz happy in Israel leben. Viele sind in Wirtschaft und Politik aktiv.



Unwort  "Israelkritik" und was ist eigentlich mit "Palästinakritik"?

Zum Abschluß noch die Frage: Ist Kritik an Israel Anti-Semitismus? Antwort: Ja und Nein! Denn wenn ich an Deutschland Kritik übe, bin ich deswegen noch lange kein Anti-Deutscher, sondern tue das in der Intention die Zustände in Deutschland wohlmeinend zu verbessern. Doch was wissen die Menschen eigentlich über die Oslo II Verträge und wie das Leben in Sektor A, B, C heute so ist? Wie oft hat Israel sich in der Tat für eine Zwei-Staaten-Regelung bereit erklärt, jedes Mal ohne Erfolg und wie oft hat sich Israel freiwillig aus Gebieten zurück gezogen, die es nur deswegen erobert hatte, weil es sich bei einem Angriff jedes Mal verteidigen konnte? 


Viele Menschen begreifen den Unterschied zwischen Kritik und Ressentiment nicht. Auch wenn ich Palästina oder die Hamas kritisiere, bin ich noch lange kein Feind Palästinas. Kritik impliziert, dass man sich auf konstruktive Art und Weise in die Verbesserung einer Angelegenheit einbringt, mit der man sich wirklich auseinandergesetzt hat. Ein Ressentiment hingegen will einfach nur denunzieren und  entlädt sich meist postfaktisch emotional mit der entsprechend vulgären Wortwahl. Was also macht Palästina - im Gegensatz zu Israel -  in den Augen diverser Künstler über jede Kritik erhaben?  



Historische Ausblicke auf die "Heimat" der Juden.

Bei allem Verständnis dafür, dass auch diese Menschen eine Heimat möchten: Palästinensische Fundamentalisten verübten, noch bevor es Israel gab, diverse Massaker (wie das in Hebron und weitere ab den 1920ern) an Juden und waren nicht "amused" bei dem Gedanken, dass ihre Dhimmis nun einen eigenen Staat wollten und selbstbestimmt leben.

Nach gewissen Vorstellungen islamischer Jurisprudenz (Muhāraba) ist es schließlich nicht duldbar, dass ein  islamischer Landstrich nicht-islamisch wird.  Der Verkauf von Grundstücken an Juden wurde daher von Rechtsgelehrten wie Raschīd Ridā als "Verrat an Gott und seinem Propheten" angesehen. In den 20ern und 30ern wurde die Lage für Juden, die dort beheimatet waren bereits erneut immer gefährlicher! 

Bis heute sind im gesamten orientalischen Raum nur in Israel Apostaten, Freidenker, Künstler, Homosexuelle, Musiker usw. sicher! 
Palästina soll auch einen eigenen Staat haben, aber es muss auch lernen seine Menschenrechte und seine Staatsethik auf ein aufgeklärtes Niveau des Jahres 2018 zu bringen. In Palästina ist es bis heute erlaubt den Holocaust zu leugnen! Wie kann ich mich, als Künstler, der die Deutschen ermahnen möchte, so bedingungslos auf die Seite einer Geisteswelt stellen, die den Holocaust leugnet? Hat der die Geschichte völlig verschlafen?

Wir brauchen hier keine Arian Nation Rassisten/Antisemiten und keinen panafrikanischen Rassismus/Antisemitismus  -weder von rechts noch von links! 
Es macht überhaupt keinen Unterscheid ob Jesus Muslim, Christ, Jude, schwarz oder weiß war. Er war ein Mensch aus einem Gebiet, in dem Afrika, Europa und Asien aufeinander treffen. Seine Hautfarbe spielt überhaupt keine Rolle, sondern seine Haltung Liebe als Maxime unseres Handelns zu leben! Und dazu gehört übrigens auch eine gesunde Selbstliebe im Sinne von Achtsamkeit und Schutz eines liebevollen Miteinanders vor negativen Einflüssen, keine narzisstische Eigenverehrung für die eigene Rasse.

Und für mich ist einseitiger Pro-Palestine-Aktivismus, der besonders von islamistischen Gruppierungen supportet wird und der jede Kritik an Palästina verbietet,  ganz klar eine Spielart von Antisemitismus und keine differenzierte, deeskalierende und lösungsorientierte Haltung und das hier ist ein sehr guter Artikel zum Thema:  How Martin Luther King, Jr.’s Legacy Was Hijacked by Academic Radicals


Mein Vorschlag! 


Ich wette der Abtransport ist auch eine Organisations/Kostenfrage. Wer müsste den denn finanzieren und vor allem - wohin dann mit dem Ding? Dann soll es halt stehen bleiben, bis sich ein "Kunstliebhaber" oder "Art-Investor" findet, der die gewünschte Summe zahlen will. Derweil kann jeder da Selfies & Fotos machen und so weiter. 
Und dann kann man ja - anhand dessen - grundsätzlich mal wieder die Frage diskutieren: "Wie viel Israel/Judenhass kann Deutschland noch vertragen/speisen/vertreten/verantworten/dulden und WO IST DIE GRENZE!!!" 

Wenn ein Künstler wie Oguibe an unsere christlichen Werte - offenbar polemisch - appelliert, während er diese für sich selbst grundsätzlich ablehnt und sogar erlaubt, dass "Jesus-Fans" oder Juden verächtlich betrachtet werden, dann empfinde ich das als Spott, nicht als sinnvollen Aufruf zu mehr Ethik im Umgang mit anderen Menschen. 


Und von mir aus können alle zugewanderten und inländischen Judenfeinde mal eine Grenze aufgezeigt bekommen. Jeden Tag lese ich in den sozialen Netzwerken so haltlose Verschwörungstheorien, mir wird schon ganz übel davon! Das Geld sollte - im christlichsten Sinne - an Obdachlose gespendet werden und Oguibe soll sich nach einem anderen Mäzen umsehen. Amen.




Quellen und weiterführende Infos:


"Why are Jews nonwhite?

Eugenics (from Greek "well-born") is the belief and practice which aims at improving the genetic quality of the human population through the promotion of higher reproduction of people with desired traits (positive eugenics), and reduced reproduction and or sterilization of people with less-desired or undesired traits (negative eugenics). The modern history of eugenics began in the early 20th century when a popular eugenics movement emerged in Britain and spread to many countries, including the US and most European countries. In this period eugenic ideas were espoused across the political spectrum. Consequently, many countries adopted eugenic policies meant to improve the genetic stock of their countries. Such programs often included both "positive" measures, such as encouraging individuals deemed particularly "fit" to reproduce, and "negative" measures such as marriage prohibitions and forced sterilization of people deemed unfit for reproduction.
People deemed unfit to reproduce often included people with mental or physical disabilities, people who scored in the low ranges of different IQ tests, criminals and deviants, and members of disfavored minority groups. The eugenics movement reached a climax in Nazi Germany where a state policy of racial hygiene based on eugenic principles led to the Holocaust and the murder by the German state of at least 10 million people. In the decades following World War II, with the institution of human rights, many countries gradually abandoned eugenics policies, although some Western countries, among them Sweden and the US, continued to carry out forced sterilizations for several decades."


https://en.wikipedia.org/wiki/Melanin_theory

https://qz.com/1178371/benue-killing-nigerias-fulani-herdsmen-attacks-have-over-surpassed-boko-haram/

http://ferris-pages.org/ISAR/academic-controversies/mehler.htm
https://toomuchblack.wordpress.com/2013/12/08/electromagnetic-melanin/

http://www.diva-portal.org/smash/get/diva2:648320/fulltext01.pdf


http://hrbrief.org/2012/09/the-practice-of-ritual-killings-and-human-sacrifice-in-africa/

http://archinaija.blogspot.de/


https://www.antifainfoblatt.de/artikel/antisemitismus-der-deutschen-linken-0


https://de.scribd.com/document/350211603/The-Concept-of-Ogbanje-in-Igbo-Tradition


https://study.com/academy/lesson/okagbue-uyanwa-in-things-fall-apart.html


https://www.nationalreview.com/2008/03/afrocentrism-problem-linda-chavez/


http://www.thetower.org/article/how-martin-luther-kings-legacy-was-hijacked-by-academic-radicals/


https://www.watson.de/Deutschland/Analyse/638584496-Mal-rechts--mal-links--mal-muslimisch-----wann--Israelkritik--zu-Antisemitismus-wird


http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/antisemitismus-hat-rechts-und-links-wieder-konjunktur-15457867.html

https://thefourthangelsbowl.wordpress.com/2018/01/28/ras-chosen-the-eumelanated-are-gods-chosen-israel-is-ra-el-i-e-judah-the-lost-tribes-of-israel/

https://africanspress.org/2016/09/27/yakub-the-black-scientist-that-created-white-people/

https://thisisafrica.me/nigerian-couple-eliminate-infanticide/


http://realhistoryww.com/world_history/ancient/Misc/Domination/Domination.htm

http://www.blackstarnews.com/ny-watch/others/dr-yosef-ben-jochannan-taught-the-african-woman-and-the-origin-of

https://www.jstor.org/stable/2962577




Wenn Hass verbindet, nicht Liebe:


Oddly, some black supremacist groups have formed friendly relations with white supremacist groups. Part of it may be that both ideologies tend to promote anti-Semitism and homophobia. Another reason is a shared tendency toward nationalismand separatism: both ideologies agree that the "races" are fundamentally incompatible with one another, and thus have the common end goal of a series of separate states for each "race". So if White Nationalists want to move all the white people to, say, Montana and kick out all the black people, and Black Nationalists want to move all the black people to, say, not-Montana and kick out the white people, they both have the same goal. Louis Farrakhan of the Nation of Islam invited the neo-Nazi Tom Metzger to NOI meetings. Metzger remarked:

They speak out against the Jews and the oppressors in Washington… They are the black counterpart to us.[4]




Support for racial separatism also tends to unite both ideologies.

The black supremacist sect that probably most promotes anti-Semitism ironically identifies itself as "Black Hebrew Israelites."[5] This ideology has its roots in "Black Judaism." According to Black Judaism and Black Hebrew Israelism, the newly freed slaves of America's Southwere the true Hebrews and descendants of the tribes of Israel (an assertion that mirrors the Christian Identity theology held by some white supremacists, which claims Aryans as the true Hebrew race). F.S. Cherry, a late 19th century proponent of Black Judaism's more hateful elements, also preached about a race war with apocalyptic overtones that would supposedly occur in the year 2000 and refashion society into one where blacks were the superior race. The belief that blacks are the "true" Hebrews also leads many in the Black Hebrew Israelite movement to espouse anti-Semitic pseudohistory such as the Khazar myth and Holocaust denial.[6]


Persönliches

Meine eigene religöse Haltung ist übrigens geprägt durch die Tatsache, dass ich in einem atheistischen Haushalt aufgewachsen bin und schon im Alter von 11 Jahren sämtliche Werke des Kirchenkritikers Karlheinz Deschner zu lesen bekam. 
Ich bin selbst nicht getauft und bin auch als Kind im erzkatholischen Bayern der frühen 70er nicht in den Religionsunterricht gegangen. Dennoch hab ich für mich festgestellt, dass Atheismus als solcher auch keine Friedensbewegung ist und habe mich von kleinauf mit ALLEN Religionen, die es so gibt befasst. Ich habe die Bibel, den Koran und die Sunnah, die Edda, das Popul Vuh der Mayas, diverse buddhistische Texte, hawaiianische heilige Schriften und vieles vieles mehr gelesen und bin selbst inzwischen weder Atheistin noch Angehörige einer  Religion, sprich ich bin nach wie vor nicht getauft. 


Ich habe viele Freunde, die sich Christen nennen, nicht unbedingt immer kirchlich sind, sich aber für die  Ethik von Jesus und wie sie wirklich gemeint war interessen. Persönlich gefällt mir auch der Buddhismus in vielen Bereichen sehr gut und ich finde Ähnlichkeiten in der Lehre von Buddha und Jesus in Hinblick auf das Bewusstsein zu seelischer und körperliche Heilung. 


Ich bin da aber nicht dogmatisch oder beharre darauf, dass einzig und allein ich recht habe - diskutiere aber unheimlich gerne mit Freunden über all das. 
Am besten in einem freundlichen Klima in dem man sich deswegen aber nicht zerstreitet, sondern Wissenslücken ergänzt und sich die Zeit nimmt einer anderen Sicht der Dinge auch mal zuzuhören. 

Religiöse Fanatiker aller Religionen lehne ich ab. Für mich ist Jesus auch kein homosexuellenfeindlicher Evangelikaler, sondern ein wahrhaftiger Freigeist, der vor allem eins predigte: 

"Wer frei von schuld ist, der werfe den ersten Stein" - wat für mich, neben dem Hohelied der Liebe, die wichtigeste Botschaft der Bibel ist, die man auch wirklich nicht missverstehen kann, drehe man es wie man wolle! 

Für mich haben Kirchen,  katholische und evangelische soziale Einrichtung und christliche Krankenhäuser nach wie vor ihre Berechtigung und ich bin froh, dass es sie gibt! Das Christentum ist prägender Bestandteil unserer Kultur, wie der Buddhismus nun mal Bestandteil der Kultur in Tibet oder Bhutan ist oder wie der Islam eben zu Ländern wie Saudi Arabien gehört. 


Ich weiß auch, dass es immer wieder Päpste gab, die sich für die Abschaffung der Sklaverei stark gemacht haben und ich weiß - bei aller berechtigter Kritik an der Art und Weise wie diese Religion in der Vergangenheit gelebt wurde - dass Jesus durchaus ein positives Leitbild sein kann. Das aktuelle Christen-Bashing in den sozialen Netzwerken gefällt mir überhaupt nicht. 


Ich halte es für unfair nicht auch die positiven Seiten zu erkennen und zu verstehen, dass in christlich geprägten Ländern mehr Freiraum für Andersdenkende herrscht, als in vielen Staaten, in denen anderen Ideologien Gesetzgebung und Staatswesen nachhaltig prägen. 


Mit meinen individuellen Vorstellungen, meinem Lebensstil und meinen Ansichten bin ich hier sicher (und mit mir kann man darüber sprechen, ohne dass es in einem Zerwürfnis endet), es sei denn ich hätte einen fanatischen und psychopatischen Nachbarn und der regt sich über mich persönlich auf. Dann wirds nur gefährlich für mich, wenn ich die Polizei nicht mehr rechtzeitig einschalten kann!




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